Lust auf Tomaten

Lust auf Tomaten

Die Entdeckung der Tomate wird auf die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts datiert, als die spanischen Eroberer in Mittel- und Südamerika landeten.

Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts erlebte der Anbau der Tomate als Lebensmittel einen großen Aufschwung in Europa, vor allem im Süden Frankreichs und in Italien. 1762 wurde die Tomate erstmals konserviert: Man stellte fest, dass sich der Geschmack nicht änderte oder gar verschlechterte, wenn das Gemüse gekocht und dann in einem verschlossenen Behälter aufbewahrt wurde. Anfang des 19.

Jahrhunderts begann man mit dem systematischen Anbau der Tomate in klimatisch milderen europäischen Regionen (Süditalien, Südfrankreich und Spanien) und deren Export in den Norden.

Der Tomate wurden seit frühester Zeit Eigenschaften eines Aphrodisiakums zugeschrieben. Daraus erklären sich die Namen, die dieser Pflanze gegeben wurden: love apple auf Englisch, pomme d’amour auf Französisch, Liebesapfel auf Deutsch, pomo d’oro auf Italienisch. Heute sind – mit Ausnahme von Italien – die alten Ausdrücke in allen anderen Sprachen durch Ableitungen des ursprünglichen aztekischen Wortes „tomatl“ ersetzt worden.

Die Tomate wird von Ernährungswissenschaftlern als grundlegend für eine richtige Ernährung betrachtet: Fettarm, reich an Vitaminen und Mineralien, spielt sie dank ihrer entgiftenden und regenerierenden Wirkung eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und wirkt positiv auf Herz und Arterien.

Die Tomate ist reich an Lykopin, einem starken natürlichen Antioxidantium, das der Frucht ihre rote Farbe gibt. Dank der nützlichen Wirkungen des Lykopins werden die Zellen vor freien Radikalen geschützt. Das Lykopin unterstützt auch die Schutzfunktionen der Haut, da es die Produktion des zum Bräunen notwendigen Melanins anregt. Der Kalorienwert der vitaminreichen Tomate ist dank ihres hohen Wassergehalts von Natur aus niedrig, weshalb sie sich besonders gut für eine Diät eignet.